Landesfeuerwehrverband Baden-Württemberg
- Arbeitskreis Musik
August 2003
Wertungsspielen auf hohem Niveau
Knapp 1000 Musikerinnen und Musiker nahmen mit Feuerwehrmusikzügen aus
Baden-Württemberg die Gelegenheit war, beim 8. Wertungsspielen ihr musikalisches
Können auf den Prüfstand zu stellen.
Die Züge konnten die Wertungsart auswählen, da das Marschieren
und das Bühnenspiel zum ersten Mal getrennt bewertet wurden, wovon viele
Züge denn gleich Gebrauch machten.
Zwölf Musikzüge stellten sich der Marschbewertung. Neben dem guten
Ton kommt es in dieser Kategorie darauf an, auf die Zeichen des Stabführers
synchron zu reagieren und die Reihen im Zug während des Marschierens
exakt einzuhalten. Auf der zurückzulegenden Strecke auf dem Hof vor
dem Kornhaus musste außerdem eine 90-Grad-Schwenkung nach links gezeigt
werden, bei der die Juroren Norbert Wolf und Otfried Weiss sen. besonders
auf die Einhaltung der Linien achteten.
Alle am Straßenspiel teilnehmenden Züge hatten sich sehr gewissenhaft
vorbereitet, was sich in der Wertung widerspiegelte und für eine große
Überraschung sorgte: Drei Spielmannszüge erreichten exakt dieselbe
Punktzahl von 98 Punkten (bei möglichen 100 Punkten), was der Note „Ausgezeichnet“
entspricht. Von diesen hervorragenden Leistungen inspiriert entschied der
Verband kurzerhand, zwei weitere Wanderpokale zu beschaffen, damit alle drei
Tagessieger Spielmannszug Ochsenhausen, Spielmannszug Renchen und Spielmannszug
Ortenberg die verdiente Trophäe bei sich aufstellen können. Die
weiteren Platzierungen der Musikzüge des Straßenspiels, die allesamt
Punktzahlen im Bereich der Note „Ausgezeichnet“ erhielten: Spielmannszug
(SZ) Nürtingen, SZ Neuenburg, SZ Ulm-Lehr, Musikzug (MZ) Freiburg, Spielmanns-
und Fanfarenzug (SFZ) Markdorf, SZ Aalen, SZ Konstanz, SFZ Remseck 1 und
SZ Roßwag.
Für das Bühnenspiel im Ulmer Kornhaus entschieden sich 20 Musikgruppen
mit knapp 600 Musikern. Im Gegensatz zum Straßenspiel gibt es hier
verschiedene Schwierigkeitsstufen, denen die vorgetragenen Musikstücke
im Vorfeld von einem Fachgremium zugeordnet werden, wobei zwei Stücke
derselben Klassifizierung vorzutragen sind.
Nach einer halbstündigen Vorbereitungsphase in einem separaten Raum
betraten die Züge nach einem genauen Zeitplan die Bühne im Kornhaus,
um sich dem fachkundigen Publikum und der Jury zu stellen. Beim Bühnenspiel
wird natürlich die musikalische Qualität noch stärker bewertet.
Es gilt, auf eine gute Intonation und Dynamik und auf eine akurate Ausführung
der Literatur zu achten, folgten doch die Wertungsrichter Otfried Weiss,
Josef Drixler und Jürgen Hertel den Musikvorträgen auch in vorbereiteten
Partituren.
Hier werden entsprechend der erreichten Punktzahl Medaillen vergeben: 100-90
Punkte Gold und Note „Hervorragend“; 90-80 Punkte Silber (Sehr gut) und 80-70
Punkte Bronze (Gut).
Tagessieger wurde hier der SZ Laupheim, der in der Oberstufe eine Silbermedaille
errang, gefolgt vom MZ Freiburg, SZ Renchen (beide Silber) und SZ Nürtingen
(Bronze).
In der Mittelstufe wurde der SZ Ulm-Lehr mit Gold ausgezeichnet. SZ Remseck
1, SZ Ortenberg, SZ Remseck 2, SZ Überlingen, SZ Echterdingen 2, SZ
Rems-Murr-Kreis, SZ Ochsenhausen und SZ Echterdingen 1 erreichten eine Silbermedaille
und der SZ Neuenburg Bronze.
Die Ergebnisse in der Unterstufe: SZ Konstanz Gold und MZ Wallhausen, SFZ
Markdorf und SZ Weil am Rhein Silber.
Insgesamt waren alle musikalischen Darbietungen auf einem erfreulich hohen
Niveau. Um dies auch für die Zukunft zu gewährleisten, erhalten
die teilnehmenden Züge eine ausführliche Bewertung der Jury für
die weitere Arbeit. Außerdem wurde vom Wertungsspielen eine CD erstellt,
damit die Leistungen auch zu hören sind.
Klaus-Dieter Kirschner/Ingrid Sonnleitner